Autonome Waffensysteme – Wo bleibt die menschliche Verantwortung?

Am 9. Mai 2023 findet um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltungung zum Thema „Autonome Waffensysteme – Wo bleibt die menschliche Verantwortung?“ im Heinz Nixdorf MuseumsForum (Paderborn) statt. Die Referent:innen werden mit Prof. Dr. Jutta Weber und PD Dr. Jürgen Altmann zwei Mitglieder unseres Projektkonsortiums sein.

Über die Veranstaltung

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in den unterschiedlichsten Zusammenhängen ist heute sowohl Alltag wie auch immer wieder Anlass zur Reflexion und Debatte.

Welche Entscheidungen wollen wir unter welchen Voraussetzungen und anhand welcher normativer Maßstäbe technischen Systemen überlassen? Gibt es hier bereits in der zivilen Nutzung eine Reihe von grundlegenden Aspekten zu berücksichtigen, so gilt dies umso mehr bei der militärischen Nutzung und hier insbesondere mit Blick auf autonome Waffensysteme.

In der Abendveranstaltung sollen im Rahmen eines Podiumsgesprächs unter Einbeziehung des Publikums Fragen zu autonomen Waffensystemen und dem wissenschaftlichen, militärischen und politischen Umgang hiermit diskutiert werden.

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‚Der Freitag‘ veröffentlicht Artikel über digitale Kriegsführung und verantwortungslose Künstliche Intelligenz

Im Der Freitag ist kürzlich ein Artikel von von Konsortiumsmitglied Prof. Dr. Jutta Weber mit dem Titel „Ethik für Kampfmaschinen: Ist der Zug schon abgefahren?“ erschienen.

Der Beitrag analysiert die aktuelle Debatte zu Kriegsrobotik und Künstlicher Intelligenz: Viele staatliche, politische und militärische Akteure scheinen sich dem wachsenden Druck der internationalen Zivilgesellschaft zur rechtlich verbindlichen Regulierung von autonomen Waffensystemen entgegenzustellen, in dem sie entweder den Einsatz als ethisch verantwortbar oder aber als unvermeidbar propagieren. Das unterläuft die humanitäre und völkerrechtliche Tradition, Massenvernichtungswaffen zu ächten.

Jutta Weber hat gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Dr. Jens Hälterlein die Projektkoordination inne und leitet das Teilprojekt Schwarmtechnologien. Kontrolle und Autonomie in komplexen Waffensystemen.

Werde Teil des Projekts: Fellowship-Position im Bereich des Internationalen Rechts/Internationalen Strafrechts

Das interdisziplinäre Projekt „Meaningful Human Control – Autonome Waffensysteme zwischen Regulation und Reflexion“ lädt Bewerber:innen aus dem Globalen Süden dazu ein, eine einmonatige Fellowship-Position im Subprojekt „Kooperative Entscheidung vs. individuelle Verantwortung“ an der Leibniz Universität Hannover zu belegen.

Das Ziel des Subprojekts ist es, die Bedeutung der technischen Umsetzung, der Illusion der eigenen Handlungsfähigkeit mit Meaningful Human Control, des Konzepts der Verantwortung und der damit verbundenen sozialen Funktionen aus der Perspektive des (internationalen) Strafrechts zu analysieren.

Die Fellowship-Position umfasst einen Aufenthalt in Deutschland von Ende April bis Ende Mai 2024 sowie eine Teilnahme an einer internationalen Konferenz zu Autonomen Waffensystemen vom 22. bis 24. Mai 2024 an der Universität Paderborn. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai 2023.

Weitere Informationen zur Bewerbung sind in der Ausschreibung als PDF zu finden.

Susanne Beck hält Vortrag beim 2. SYnENZ Symposium in Braunschweig

Unser Konsortiumsmitglied Prof. Dr. Susanne Beck nahm vom 15.-16. Februar 2023 am „2. SYnENZ Symposium“ teil und hielt einen Vortrag zum Thema „Meaningful Human Control“. Die Veranstaltung der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der Technischen Universität Braunschweig stand unter dem Motto „Beurteilen – Messen – Bewerten“ und befasste sich mit dem erweiterten Zusammenwirken lebender und nicht lebender Entitäten im Zeitalter der Digitalisierung. 

Susanne Beck leitet im Rahmen unseres Projekt mit ihrem Team der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover das Teilprojekt Kooperative Entscheidung vs. individuelle Verantwortung.

Projektkonsortium trifft sich in Bonn

Am 8. und 9. Dezember 2022 traf sich das gesamte Forschungsteam zu einem Workshop an der Universität Bonn.

Erste Ergebnisse aus den Teilprojekten wurden dabei in einem gemeinsamen Positionspapier festgehalten, das Anfang 2023 publiziert wird. Außerdem wurden Interviews aufgezeichnet, die Einblicke in die Forschungsarbeit der Projektteams geben. Die Interviews werden in Kürze auf dieser Webseite zu sehen sein. 

Ein besonderer Dank gilt Dr. Thomas Christian Bächle und PD Dr. Christoph Ernst für die Ausrichtung, Karoline Kozlowski für ihre Unterstützung sowie dem Team des Praxis-Bereichs der Bonner Medienwissenschaft Janin Tscheschel und Tim Schenkl für die technische Umsetzung der Interviews.

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