Robotikunternehmen sprechen sich gegen bewaffnete Roboter aus

Sechs Robotikunternehmen haben sich in einem Offenen Brief an die Robotikindustrie wie auch an die Gesellschaft gewendet und sich gegen die Bewaffnung von Robotern ausgesprochen. Die Robotikunternehmen „Boston Dynamics“, „Anybotics“, „Agility Robotics“, „Clearpath Robotics“, „Open Robotics“ und „Unitree“ verpflichten sich demnach, ihre Roboter weder zu bewaffnen noch die von ihnen entwickelte Software für solche Zwecke einzusetzen. Sie werden darüber hinaus auch andere nicht dabei unterstützen, dies zu tun. Nach Ansicht der Hersteller wirft der Einsatz bewaffneter Roboter neue Risiken und ernsthafte ethische Fragen auf, die auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Technologie erschüttern. Aus diesem Grund bitten die Unterzeichner des Briefes die Politik, den sicheren Einsatz von Robotern zu fördern und ihren Missbrauch zu verbieten. Sie appellieren weiterhin an Organisationen, Entwickler:innen, Forscher:innen und Nutzer:innen ähnliche Verpflichtungen einzugehen und weder Waffen an Roboter zu bauen noch sie zu genehmigen, zu unterstützen oder deren Anbringung zu ermöglichen.

Link zum Offenen Brief: www.bostondynamics.com/open-letter-opposing-weaponization-general-purpose-robots
Sowie ein Statement von StopKillerRobots dazu: www.stopkillerrobots.org/news/robotics-industry-takes-a-stand/

Projektvorstellung auf der FONAS-Jahrestagung

Auf der diesjährigen Jahrestagung des „Forschungsverbund Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit“ (FONAS), die vom 28.-29. September 2022 in Darmstadt stattgefunden hat, war auch Stephanie Schmidt (Universität Hamburg) mit der Vorstellung unseres Projekts vertreten. FONAS hat es sich zur Aufgabe gemacht die naturwissenschaftliche Arbeit im Kontext von Abrüstung, internationaler Sicherheit und des internationalen Friedens zu fördern. Dementsprechend stammten die über zwei Tage verteilten Vorträge vornehmlich aus dem Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung sowie der Friedensinformatik zur biologischen und nuklearen Sicherheit. Dabei waren spannende Vorträge von Jürgen Altmann (TU Darmstadt), Ole Lemke (Universität Bochum), Christian Reuter (PEASEC), Stefka Schmidt (PEASEC), Jonas Franken (PEASEC), Laura Guntrum (PEASEC), Gunnar Jeremias (ZNF), Dunja Sabra (ZNF), Benjamin Jung (RWTH Aachen), Max Schalz (RWTH Aachen), Lisa Beumer (FZ Jülich), Bernd Hrdy (BOKU Wien) und Ingo Kock (BASE).

Konsortiumsmitglieder an Panel beim EASST in Madrid beteiligt

Jutta Weber (Universität Paderborn) und Christoph Ernst (Universität Bonn) haben zusammen mit Katherine Chandler (Georgetown University) auf der Jahrestagung der European Association for the Studies of Science and Technology (EASST) in Madrid (6.-9. Juli 2022) ein Panel zum Thema „Meaningful Human Control? Sociotechnical Imaginations of AI, Drone Swarms and the Future of Warware“ organisiert. In zwei Sessions waren spannende Vorträge von Zacharie Boubli (Conservatoire National des Arts et Metiers, Paris), Ivan Chaar Lopez (University of Texas at Austin), Andreas Immanuel Graae (Royal Danish Defence College), Thomas Bächle (Universität Bonn) & Jascha Bareis (Karlsruhe Institute of Technology), Sofie van der Maarel (Radboud University and Netherlands Defence Academy), Anna-Katharina Ferl (Peace Research Institute Frankfurt), Hendrik Bender (Universität Siegen) zu hören. Gerahmt wurden die Vorträge von Beiträgen der drei Organisator:innen des Panels. Beide Sessions wurden mit großem Interesse von zahlreichen Teilnehmenden der Konferenz verfolgt.

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