Werde Teil des Projekts: Fellowship-Position im Bereich des Internationalen Rechts/Internationalen Strafrechts

Das interdisziplinäre Projekt „Meaningful Human Control – Autonome Waffensysteme zwischen Regulation und Reflexion“ lädt Bewerber:innen aus dem Globalen Süden dazu ein, eine einmonatige Fellowship-Position im Subprojekt „Kooperative Entscheidung vs. individuelle Verantwortung“ an der Leibniz Universität Hannover zu belegen.

Das Ziel des Subprojekts ist es, die Bedeutung der technischen Umsetzung, der Illusion der eigenen Handlungsfähigkeit mit Meaningful Human Control, des Konzepts der Verantwortung und der damit verbundenen sozialen Funktionen aus der Perspektive des (internationalen) Strafrechts zu analysieren.

Die Fellowship-Position umfasst einen Aufenthalt in Deutschland von Ende April bis Ende Mai 2024 sowie eine Teilnahme an einer internationalen Konferenz zu Autonomen Waffensystemen vom 22. bis 24. Mai 2024 an der Universität Paderborn. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Mai 2023.

Weitere Informationen zur Bewerbung sind in der Ausschreibung als PDF zu finden.

Susanne Beck hält Vortrag beim 2. SYnENZ Symposium in Braunschweig

Unser Konsortiumsmitglied Prof. Dr. Susanne Beck nahm vom 15.-16. Februar 2023 am „2. SYnENZ Symposium“ teil und hielt einen Vortrag zum Thema „Meaningful Human Control“. Die Veranstaltung der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der Technischen Universität Braunschweig stand unter dem Motto „Beurteilen – Messen – Bewerten“ und befasste sich mit dem erweiterten Zusammenwirken lebender und nicht lebender Entitäten im Zeitalter der Digitalisierung. 

Susanne Beck leitet im Rahmen unseres Projekt mit ihrem Team der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover das Teilprojekt Kooperative Entscheidung vs. individuelle Verantwortung.

Projektkonsortium trifft sich in Bonn

Am 8. und 9. Dezember 2022 traf sich das gesamte Forschungsteam zu einem Workshop an der Universität Bonn.

Erste Ergebnisse aus den Teilprojekten wurden dabei in einem gemeinsamen Positionspapier festgehalten, das Anfang 2023 publiziert wird. Außerdem wurden Interviews aufgezeichnet, die Einblicke in die Forschungsarbeit der Projektteams geben. Die Interviews werden in Kürze auf dieser Webseite zu sehen sein. 

Ein besonderer Dank gilt Dr. Thomas Christian Bächle und PD Dr. Christoph Ernst für die Ausrichtung, Karoline Kozlowski für ihre Unterstützung sowie dem Team des Praxis-Bereichs der Bonner Medienwissenschaft Janin Tscheschel und Tim Schenkl für die technische Umsetzung der Interviews.

Publikation: Unfall, Interface und Lagebild. Der Abschuss von Iran-Air Flug 655 im Kontext der Debatte um autonome Waffensysteme

Mit dem Aufsatz „Unfall, Interface und Lagebild. Der Abschuss von Iran-Air Flug 655 im Kontext der Debatte um autonome Waffensysteme“ von Christoph Ernst ist im Journal „Navigationen – Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften“ kürzlich eine erste Veröffentlichung eines Mitglieds unseres Projektkonsortiums erschienen.

Die Open-Access-Publikation ist abrufbar unter: https://dspace.ub.uni-siegen.de/handle/ubsi/2285

Bibliographische Angabe:

Ernst, Christoph (2022): »Unfall, Interface und Lagebild. Der Abschuss von Iran-Air Flug 655 im Kontext der Debatte um autonome Waffensysteme«. In: Unfälle. Kultur und Medien der Akzidenz (= Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften 22, 2). Hg. v. Dominik Maeder, Siegen: Universi, S. 25-43.

Robotikunternehmen sprechen sich gegen bewaffnete Roboter aus

Sechs Robotikunternehmen haben sich in einem Offenen Brief an die Robotikindustrie wie auch an die Gesellschaft gewendet und sich gegen die Bewaffnung von Robotern ausgesprochen. Die Robotikunternehmen „Boston Dynamics“, „Anybotics“, „Agility Robotics“, „Clearpath Robotics“, „Open Robotics“ und „Unitree“ verpflichten sich demnach, ihre Roboter weder zu bewaffnen noch die von ihnen entwickelte Software für solche Zwecke einzusetzen. Sie werden darüber hinaus auch andere nicht dabei unterstützen, dies zu tun. Nach Ansicht der Hersteller wirft der Einsatz bewaffneter Roboter neue Risiken und ernsthafte ethische Fragen auf, die auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Technologie erschüttern. Aus diesem Grund bitten die Unterzeichner des Briefes die Politik, den sicheren Einsatz von Robotern zu fördern und ihren Missbrauch zu verbieten. Sie appellieren weiterhin an Organisationen, Entwickler:innen, Forscher:innen und Nutzer:innen ähnliche Verpflichtungen einzugehen und weder Waffen an Roboter zu bauen noch sie zu genehmigen, zu unterstützen oder deren Anbringung zu ermöglichen.

Link zum Offenen Brief: www.bostondynamics.com/open-letter-opposing-weaponization-general-purpose-robots
Sowie ein Statement von StopKillerRobots dazu: www.stopkillerrobots.org/news/robotics-industry-takes-a-stand/

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